Berufung als Experte

So heben Sie Ihre Berufung als Experte aus der Taufe:

Lieber Experte, liebe Expertin,

wenn Wolfgang sich mit Menschen unterhält, die sich für ihre Berufung als Experte interessieren, werden in vielen Fällen diese drei Hürden genannt:

„Wolfgang, ich würde schon gerne mein Wissen und meine Fähigkeiten in ein Experten-Business verwandeln und ein erstes Informationsprodukt erstellen, aber . . .

  • . . . ich bin mir nicht sicher, worin meine Berufung besteht
  • . . . ich bin mir nicht sicher, was ich tun soll
  • . . . ich bin mir nicht sicher, wie ich es tun soll. Und daher fehlt mir noch die Motivation.“

Doch für diese (scheinbar) schwierigen Hürden gibt es eine einfache Lösung:

Nach der Devise „Appetit kommt beim Essen“, fangen Sie einfach mit irgendeinem kleinen Projekt an – mit Ihrer ersten Ideensammlung, einem ersten Blog-Artikel, einem ersten kleinen Video oder mit einer ersten Tonaufnahme.

Und vergessen Sie an dieser Stelle Menschen, die Ihnen etwas von „großen Zielen“ und „nach den Sternen greifen“ erzählen. Die meisten davon haben nämlich selbst noch keine großen Ziele erreicht. Und die wenigen, die es haben, sind im Moment nicht Ihre Referenzbeispiele.

Nichts gegen große Ziele, aber: Wenn Sie mit Ihrem Projekt beginnen und in Ihrem Leben noch nichts richtig Großes kreiert haben, brauchen Sie keine Jubelarien und Millionärshymnen. Sie brauchen auch niemanden, der Sie in einen künstlichen Emotionsrausch versetzt, aus dem Sie mit einem Kater, aber ohne Ergebnisse erwachen.

Selbstsicherheit ist ein Schlüsselelement in der Berufung als Experte

Was Sie in dieser Phase brauchen, ist Selbstsicherheit. Und Selbstsicherheit gewinnen Sie nicht dadurch, dass Ihnen jemand anderer etwas erzählt. (Sonst hieße es ja vielleicht Andersicherheit.)

Selbstsicherheit gewinnen Sie stattdessen, indem SIE SELBST erleben, dass Sie etwas bewerkstelligen können. Und der schnellste Weg zu einem solchen Erlebnis zu haben, besteht nicht darin, an ein unerreichbar scheinendes großes Ziel zu denken. Sondern darin, für ein erreichbar scheinendes Ziel zu handeln.

Am besten, indem Sie so schnell wie möglich eine kleine, aber wertvolle Aufgabe vollenden. Eine Aufgabe, die drei Zwecke erfüllt:

  • Es sollte ein erster Inhalt entstehen, der Ihren Expertenstatus unter Beweis stellt.
  • Sie selbst sollten am Erstellen dieses Inhalts Freude haben.
  • Andere Menschen sollten durch diesen Inhalt einen hohen Gegenwert erhalten.

Ob Sie diesen Inhalt als ein erstes Video, als einen kurzen Podcast (also eine Tonaufzeichnung) oder als Text gestalten, ist dabei ziemlich egal. Sie selbst entscheiden, was Sie am besten können – schließlich sind Sie der Experte.

Berufung als Experte

Wichtig ist nur, dass Sie mit IRGENDETWAS beginnen. Nehmen wir also an, Sie tun das Gleiche, was ich hier gerade tue: einen Text zu gestalten, der Ihren Lesern einen wertvollen Nutzen aus Ihrem Expertenwissen liefert. Wenn Sie dies (am besten regelmäßig) tun, wird das Gleiche geschehen, das auch jetzt gerade – genau in dem Moment, in dem Sie diese Worte aufnehmen – geschieht. Die Menschen, die diesen Text (und zukünftig auch Ihre Texte) lesen, werden sich in zwei Gruppen aufteilen:

Menschen aus der ersten Gruppe sagen:

„Robert, vielen Dank für diesen tollen Bericht – Sie haben ein für mich wichtiges Thema genau auf den Punkt gebracht – vielen Dank dafür!“

Darauf antworte ich mit: „Danke ebenfalls – es war mir eine Freude!“

Und es gibt Menschen aus der zweiten Gruppe. Diese sagen:

„Tut mir leid, Pauly – ich finde diesen Text blöd, für mich ist der Inhalt überhaupt nicht wertvoll!“

Daraufhin antworte ich mit: „Vielen Dank, es war mir eine Freude!“

Gleichzeitig denke ich mir zwar: „Es ist schon seltsam, dass dieser Leser nichts Besseres zu tun hat, als irgendwelches Zeug lesen, das er blöd findet . . . “ Aber es war mir tatsächlich eine Freude. Nicht, mir blöde Kommentare anzuhören. Sondern diesen Text zu schreiben. Denn ich muss Sie, liebe Leserin, lieber Leser – auch, wenn Sie mir wohlgesonnen sind – mit einer Wahrheit vertraut machen: ich schreibe diesen Text nicht für Sie. Sondern für mich. Und ich empfehle Ihnen, es genauso zu halten.

Sehen Sie, wenn Sie Ihre Inhalte in erster Linie für sich selbst gestalten, werden drei Dinge geschehen:

  1. Sie haben selbst in Ihrer Berufung als Experte Freude daran und schreiben (sprechen oder filmen) immer öfter.
  1. Weil Sie mehr und öfter schreiben/sprechen/filmen, erreichen Sie auch mehr und mehr Menschen. Menschen, die ebenfalls Freude daran haben, was Sie (scheinbar) für sie erschaffen haben.(„Scheinbar“, weil: Sie und ich wissen ja jetzt, für wen wir unsere Inhalte in Wirklichkeit entstehen lassen.)
  1. Seltsame Kommentare von irgendwelchen Nörglern perlen an Ihnen ab, wie Wassertropfen an Ihrer Regenjacke, weil deren Urteil für Sie überhaupt nicht relevant ist.

Wenn Sie Ihre Inhalte hingegen in erster Linie für andere Menschen gestalten, werden ebenfalls drei Dinge geschehen:

  1. Sie schreiben/sprechen/filmen nicht so sehr aus Freude, sondern eher aus einer Verpflichtung heraus. Also gestalten Sie immer seltener – und meist nur unter Druck.
  1. Weil Sie weniger gestalten und weil Sie es nicht mit Freude tun, kommen Ihre Inhalte auch bei den Lesern nicht mehr so gut an. Sie erreichen somit nicht mehr, sondern immer weniger Leser.
  1. Die Zahl der Nörgler nimmt zu. Weil die „Na ja – geht so“-Fraktion, deren Urteil zuvor noch auf der Kippe stand, ebenfalls anfängt, seltsame Kommentare abzugeben. Da Sie aber in erster Linie nicht für sich selbst, sondern für andere geschrieben haben, lassen Sie sich nun von diesen Rückmeldungen beeinflussen.

An Ihre wohlgesonnenen Leser zu denken, aber trotzdem in erster Linie für sich selbst zu schreiben/sprechen/filmen, ist also kein Egoismus. Sondern für alle beide – für Sie selbst UND für Ihre (jetzigen und zukünftigen) Fans – das Beste, was Sie tun können in Ihrer Berufung als Experte.

Aber vielleicht sagen Sie ja jetzt an dieser Stelle:

„Okay, Robert – das klingt logisch. Aber ich weiß einfach nicht, wie Ich mit dem Schreiben/Sprechen/Filmen anfangen soll. Und selbst, wenn ich anfange, mache ich oftmals nicht weiter. Und selbst, wenn ich weitermache, bringe ich die Dinge dann trotzdem nicht zu Ende! Was soll ich da tun?“

Gut, dass Sie gefragt haben – genau darüber sprechen wir im nächsten Newsletter.

Bis dahin wünsche ich viel Erfolg,

Ihr Robert Pauly

Berufung als Experte

 

 

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2 Antworten auf Berufung als Experte

  • Hallo Robert,
    herzlichen Dank, das war für mich ein sehr wertvoller Tipp für auf dem Weg zur Berufung zum Experten zu werden, also weiter mit Freude Texte (auch Videos) zu verfassen, gestalten, eben für mich selbst.
    Liebe Grüße Peter

    • Lieber Peter,

      das freut mich sehr zu hören – vor allem, wenn ich
      bald auch einiges aus Ihrer Experten-Berufung zu
      lesen (und zu sehen) bekomme!

      Liebe Grüße,

      Robert

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